Treffpunkt engagieren

"WELLCOME"-Engel

„Wellcome“ ist moderne Nachbarschaftshilfe für Familien nach der Geburt eines Kindes. Mütter brauchen gerade in dieser ersten Zeit mit dem Baby kleine Auszeiten und Unterstützung. Doch oft lebt die eigene Familie nicht um die Ecke und die Nachbarschaft ist noch nicht gefestigt. Damit aus der großen Freude über das Baby kein Stress wird, verhelfen die ehrenamtlichen „Wellcome-Engel“ zu kleinen Pausen, in denen die Mütter wieder Kraft schöpfen können.

Wer sind die Wellcome-Engel und wie unterstützen sie die Familien?

Ines Appel: Wir haben vor allem ältere Frauen, die sich in diesem Bereich engagieren. Das kommt auch sehr gut in den Familien an. Die Ehrenamtlichen werden als eine Art Ersatz-Großmutter meist sehr gut akzeptiert – von allen Familienmitgliedern. Die „Wellcome-Engel“ gehen ein- bis zweimal pro Woche für zwei bis drei Stunden in die Familien. Dort spielen sie dann mit den Geschwisterkindern, begleiten die Mütter zu Arztbesuchen – das ist besonders bei Müttern von Mehrlingen eine große Hilfe – oder sie gehen mit dem Säugling auch einmal eine halbe Stunde spazieren, damit die Mütter einmal verschnaufen können. Oft geht es aber auch darum, den jungen Eltern einfach zuzuhören oder mit kleinen praktischen Tipps zur Seite zu stehen. Viele unserer „Wellcome-Engel“ sind erfahrene Mütter.

Wo sehen Sie die Grenzen der Einsätze?

Ines Appel: Unsere Ehrenamtlichen erhalten Schulungen, Reflektionsgespräche und Fortbildungen, zum Beispiel in Erster Hilfe und im Umgang mit Konfliktsituationen. Dies und ihre eigene Erfahrung reicht in den meisten Fällen auch aus. Wenn zum Beispiel der Säugling sehr viel schreit, wissen unsere Ehrenamtlichen, wo in der Nähe ein spezieller Kinderarzt oder eine Schreiambulanz zu finden ist. Und wir wählen natürlich im Vorfeld nur Familien aus, die wir für diese Form der Unterstützung geeignet halten. In absehbar schwierigeren Familiensituationen vermitteln wir andere fachliche Hilfen.

Ines Appel ist Mitarbeiterin in der Schwangerenberatung des Diakonischen Werkes der Ev.-luth. Kirchenkreise Hittfeld und Winsen. Seit sechs Jahren setzt die Beratungsstelle Ehrenamtliche aus dem Projekt „Wellcome“ ein. Die Fragen stellte Ines Götsch. Sie ist freie Journalistin und Mitarbeiterin in der Öffentlichkeitsarbeit des Diakonischen Werkes der Landeskirche Hannovers

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Kommentare

Bild des Benutzers alma
©Bild des Benutzers alma

Hallo Frau Götsch,

schön zu sehen, dass Sie "aktiv" sind. Ihre Zeitung vermisse ich noch immer. Bin immer noch im GEÄNDERTEN

Seniorenbüro. Grüße von alma