RSS nutzen

Treffpunkt engagieren

« Zurück

Thema: Geschichte - sich erinnern

Erinnern an Kriegsbeginn


Gerhard Leiser
Avatar

Vor 70 Jahren begann der 2. Weltkrieg. Warum konnten die Kirchen ihn nicht verhindern?


Für die EKD und die Bischöfe (außer Erzbischof Zollitsch, der sich mit einem polnischen Bischof traf) ist die Erinnerung an den Kriegsausbruch anscheinend kein Thema. Obwohl alle Welt an den Folgen dieses Kriegs immer noch leidet.
Außer Dietrich Bonhoeffer und ganz wenigen Christen haben nur wenige rechzeitig gewarnt. Die Forderung des Konzils wurde nicht aufgenommen. Die Ökumene und die römisch-katholische Kirche konnten oder wollten nicht die Regierungen ihrer Länder gegen die Hitlerdiktatur aktivieren.
Wie es heute schwer ist, totalitäre Regierungen international unter "Friedensdruck" zu setzen.
In den Predigten zum 30.8. kommt das Thema auch nicht vor. Im Unterschied zur Bildzeitung. Aber die hat wohl eher das Ohr beim Volk. Zu dem auch heute noch Kriegerwitwen, Kriegerwaisen, Vertriebene, Verschleppte, Flüchtlinge und Kriegsteilnehmer gehören.
Wer hört auf sie? - Wer spricht für sie und den Frieden? - Der Predigttext Markus 3,37b
regte mich dazu an. Und die Beerdigung gestern einer 92 jährigen Kriegerwitwe und Mutter eines Sohnes, die nur drei Jahre verheiratet war. Ein armes Leben!
(eingestellt am: 29.08.2009)

Diesen Beitrag per E-Mail weiterempfehlen.

Empfehlung schreiben
Zurück zur Beitragsübersicht Beitrag drucken Beitrag drucken

2 Kommentare zum Beitrag

oktober
13.09.2009 (13:29 Uhr) Krieg und Kirche

Lieber Hans
Ich habe Deinen Ausführungen nichts hinzuzufügen,wenngleich dies ein sehr heikles Thema ist.
Bis zur Ausbildung eines Staatsgefüges in der Geschichte,war die Kirche die Macht im Hintergrund.In ihrem Namen wurde " Recht gesprochen " und Reichtümer angehäuft sowie zwecks Machterhalt Kriege begonnen.Eine interne Aufarbeitung dieser Dinge täte der Kirche gut,aber sie wird sehr wohl wissen warum die vatikanischen Archive der Öffentlichkeit verschlossen bleiben.
Ich hätte ja nichts gegen einen Machtanspruch solange, dieser auf soziale und christliche Themen beschränkt bliebe.

oktober


hans
01.09.2009 (15:14 Uhr) Krieg und Kirche

Im Krieg geht es um einen politischen Einfluß oder um wirtschaftliche Interessen. Krieg
ist abscheulich, insbesondere leidet immer die Zivilbevölkerung ( Frauen,Kinder u. alte
Menschen).
Seit jeher versuchten auch die Kirchen, den Staat für die Bekämpfung Andersgläubige
zu benutzen, um eigene Macht zu halten oder sie auszubauen.Wenn Kirchenvertreter heute im Gegensatz zu früheren Zeiten vom "Frieden" sprechen,so ist es notwendig,Genau hin zu hören.Hat sich die kirche geändert? Oder hat sie nur ihre Strategie geändert,und wird nur mit dem "friedensbewegten" Zeitgeist gesäuselt?
Um ihnene dann am Ende doch wieder einen Weg zu den Waffen zeigt. So war es z.B. im
Golfkrieg 1991 u. im Balkankrieg 1999.Erst beim Irakkrieg der USA 2003 waren die meisten deutschen Kirchenvertreter dagegen, doch nicht grundsätzlich, sondern aus pol. bzw.auf die Situation bezogenen theologischen Gründen.
Oder nur weil der Krieg der Kirche noch zu wenig nutzte?
(weiter nachzulesen "Evangelische Kirche segnet Waffen u. rief zum Krieg")


Schriftgröße: <Strg> + <Plus> oder <Minus>
Klaus Peter

Ihr Treffpunkt Lotse

oktober

Visitenkarte von oktober
Mehr Hilfe
Sie kennen sich gut mit unserem
Portal aus und geben gern Rat?
Dann werden Sie Lotse.

Alles zum Mitmachen!

Beiträge schreiben
Beiträge
schreiben
Zeit schenken
Zeit
schenken
Menschen kennenlernen
Menschen
kennenlernen

Erfahrungen teilen. Menschen kennenlernen, Füreinander da sein. Jetzt kostenlos anmelden und teilnehmen