Thema: Gemeinschaftliche Wohnformen
Wohnen im Augustinum-Wohnstift ist nicht so teuer, wie Sie denken. Das Darlehn wird stets mit 4% verzinst, beim Pensionspreis sollten Sie bedenken, was er alles enthält.
Allen, die es sich leisten können, möchte ich das Wohnen im Seniorenstift Augustinum empfehlen. Zwar gibt es derzeit viele Seniorenstifte privater Träger, aber sie haben, nicht wie die Augustinische Gemeinschaft 21 Häuser in Deutschland, sondern häufig nur eines oder wenige, und da passiert es mitunter, dass die Träger in Konkurs gehen. Dann bekommen dortige Bewohner einen neuen Träger, der häufig die Verträge mit Nachteilen ändert. Das kann Ihnen beim Augustinum nicht passieren – im Hintergrund steht die Diakonie und die Gemeinschaft trägt Boni und Mali.
Im Alter von 71 Jahren, vor 8 Jahren, bin ich ins Augustinum Heidelberg eingezogen und fühle mich sehr wohl. Zwar bewohne ich die kleinste Einheit, 31 qm-Apt., ein Zimmer von 17 qm, ein großes Bad und im Flur mit Einbauschränken, aber ich zahle auch „nur" 1.550 Euro mtl. Pensionspreis. Was ist alles darin enthalten? Da ist zunächst ein großes Schwimmbad mit 30 Grad C. Wassertemperatur, wo ich jeden morgen schwimme und meine Übungen mache. Nebenräume gibt es im Hause viele, zum Spielen, Verabreden etc.; dann natürlich das Mittagessen mit 3 Gängen (riesigem Salatbuffet) und Auswahl unter drei Menues; wöchentliches Putzen des Apts. und vierteljährliches Fensterputzen, ein Notruf sowohl über’s Telefon als auch separat, rund-um-die Uhr besetzter Empfang, monatlich eine Vernissage mit kostenlosem Sektempfang (auch Saft u. Wasser), etliche Vorträge und Konzerte, ein Außenaufzug mit Brücke zum Straßenplafond.
Bei Einzug wird ein Eintritt in die PER, d.h. Pflegeergänzungsregelung angeboten, die derzeit 75 Euro mtl. beträgt und das Risiko absichert, bei einem Pflegefall die Zusatzkosten zur gesetzl. Pflegeversicherung aufzufangen bis auf einen Selbstbehalt von derzeit 400 Euro.
Weitere Vorteile: ein täglicher Shuttle-Bus in die Stadt für 1,50€ H u. R, alle nötigen Geschäfte im Hause, „Lädle“ mit Lebensmitteln und tgl. Bedarfsgütern, Post, Bank, Friseur, Physiotherapie, Fußpflege, Kosmetik. Es gibt einen PC-Raum mit Internetanschluß, 6 Rechnern (Flatscreens), dessen Nutzung 1 € pro Std. oder 15 € für unbeschränkte Nutzung im Monat einschl. Papier beträgt.
Im Apt. wird man bis zum Tode gepflegt, in seinem eigenen Ambiente ohne Umzug in eine Pflegestation. Unsere Pflege ist sehr gut bewertet worden, Dekubitus ist hier praktisch unbekannt. Für Hirnleistungseingeschränkte gibt es je nach Stadium tgl. ein Kultur-Café-Treff und einen Treffpunkt, indem sehr eingeschränkte Menschen ge-meinsam essen und einen gestalteten Tagesablauf verbringen.
Ein Preisvergleich mit priv. Anbietern zeigt, dass das Augustinum preisgünstig ist für all das, was geboten wird, vor allem ein großes Kulturprogramm, was man nur nutzen kann, wenn man rechtzeitig hier einzieht. Größere Appartements sind natürlich entsprechend teurer. Die finanzielle Einlage richtet sich nach der Größe des Apts. und dient bei Auszug oder Tod der Renovierung des Apartements für den neuen Bewohner, der Rest wird den Erben nach einem halben Jahr ausgezahlt. Das Darlehn wird stets mit 4% verzinst.
Dr. Ingrid Zundel, Gerontologin
- Mitglied des Stiftsbeirats
(eingestellt am: 23.08.2009)
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1 Kommentar zum Beitrag
Vielen Dank für die detaillierten Auskünfte. Das weiß man als Laie ja gar nicht so!
Noch eine Frage: Was macht eigentlich der Stiftungsbeirat, in dem Sie Mitglied sind?