Thema: Geschichte - sich erinnern
Otto von Guericke ein Sohn Magdeburgs, Politiker, Jurist, Naturwissenschsftler und Erfinder
Er war das einzige Kind eines hochgeachteten Patriziergeschlechts, das für die
Stadt Magdeburg seit Generationen Verantwortung trug.
Sein Vater Hans Gericke erwarb sich als Diplomat Verdienste für den polnischen König.
Sein Großvater Markus Gericke war Bürgermeister in Magdeburg.
1602 am 20. November wurde Otto von Guericke in Magdeburg
(als Otto Gericke) geboren.
1617 mit 15 Jahren begann Otto Gericke sein Studium an derUniversität
Leipzig, später setzte er es in Helmstedt, Jena und Leiden fort. Er beschäftigte
sich mit der Rechtswissenschaft, Mathematik, Festungsbau, Mechanik und
Vermessungswesen. Zum lernen von Sprachen reiste er nach England und
Frankreich.
1624 kehrte Otto Gericke nach Magdeburg zurück.
1626 heiratete er Margarete Alemann, die wie er aus einem alten Magdeburger
Patriziergeschlecht stammte. Im gleichen Jahr wurde Otto Gericke in den Rat
von Magdeburg gewählt. Hier nahm er die Funktion eines Bauherren und im
Verteidigungsfall die eines Schutzherren wahr.
1631 nach der Zerstörung der Stadt Magdeburg durch die Truppen Tillys,
trat er als Festungsbauingenieur in Erfurt in schwedische Dienste, wo er sich
mit den Ausbau der Cyriaksburg beschäftigte.
1632 kehrte Gericke in schwedischen Diensten nach Magdeburg zurück, wo
er vom schwedischen Stadthalter den Auftrag erhielt, einen Plan der Stadt
zu erstellen, welcher die Grundlage zum Aufbau der zerstörten Stadt war. Er
fertigte einen maßstäblichen Stadtplan an.
1646 wurde Otto Gericke nach ersten wichtigen diplomatischen Erfolgen zu
einem der vier Bürgermeister der Stadt Magdeburg gewählt.
Ohne seine Pflichten als Diplomat und Bürgermeister aufzugeben, widmete
er sich seit 1645 der Forschung. Auf dem Reichstag in Regensburg
demonstrierte er Versuche mit der von ihm erfundenen Luftpumpe.
1649 erfand Gericke die Kolbenvakuumluftpumpe.
1652 (sieben Jahre nach dem Tod seiner ersten Frau) heratete Guericke,
Dorethea Lentke, die Tochter seines Amtskollegen Steffan Lentke.
1657 führte Otto Gericke die Versuche mit den Magdeburger Halbkugeln
durch, womit er die Stärke des Luftdrucks augenscheinlich nachwies. Er
bewies, dass Stoffe nicht vom Vakuum angesaugt werden, sondern vom
Umgebungsdruck in das Vakuum gedrückt werden.
1660 Otto Gericke setzte ein Barometer zur Wettervorhersage ein und
war damit Wegbereiter der Meteorologie. Er beschäftigte sich auch mit
statischer Elektrizität, so wie auch mit der Astronomie.
Im Jahr 1666 wurde der Bürgermeister und Wissenschaftler Otto Gericke
durch Kaiser Leopold I. geadelt.
Er nannte sich nun Otto von Guericke
1676 lehnte Otto von Guericke, aus gesundheitlichen Gründen, das Amt
des Bürgermeisters ab.
1681 siedelte Otto von Guericke zu seinen Sohn nach Hamburg über,
wo er 1686 starb.
Seine Gebeine wurden nach Magdeburg überführt und in der
Johanniskirche in die Alemann/Guericke Gruft beigesetzt. Nach dem die
Kirche in der Napoleonzeit in ein Lazarett umgewandelt wurde, ist die
Gruft beseitigt worden. Die Gebeine wurden vor den Stadttoren in
Großgräbern beerdigt.
Literatur
-Manfred Köppe "Auch noch diese Stunde", ISBN 3899230450
-Die Welt im leeren Raum
Otto von Guericke 1602-1686 Austellungskatalog, 2002
ISBN 3-442-06374-9
-Otto von Guericke
Schneider,Ditmar: Ein Leben für die Alte Stadt Magdeburg,
ISBN 3-591-25153-1
-Guericke, Otto von: Gesamtausgabe
Bd. II/2/3/1 Relationes Derer dem Herren Bürgermeister
Otto von Guericke, wegen seiner Stadt Magdeburg
ISBN 3-89923-089-2 (eingestellt am: 09.07.2009)
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2 Kommentare zum Beitrag
Ich habe den Artikel gelesen und frage. was ist das, was ich noch nicht weiß?
Ich tippe auf die Verbringung der Gebeiine in Großgräber vor der Stadt nach Auflösung der Gruft
Lieber Hans,
hast Du sehr prima gemacht, meine Anerkennung und weiter so...!!!
Otto- von- Guericke war ja bekanntlich eine der bedeutensten Persönlichkeiten
der Stadt Magdeburg und unsere Universität trägt diesen ehrenvollen Namen.
Wir selbst sind wiederum stolz, an der UNI Otto- von- Guericke gemeinsam mit
unseren Studenten, Doktoren, sowie Professoren generationsübergreifend
tätig sein zukönnen.
Bruno