Thema: Betreutes Wohnen
Als Gemeindepfarrer habe ich viele ältere Menschen besucht, die eigentlich nicht mehr so gut in ihren vier Wänden zurecht gekommen sind. Das "betreute" Wohnen war für einige eine ideale Möglichkeit, ihre bisherige Lebensqualität zu behalten.
In der Insula in Bischofwiesen im Berchtesgadener Tal - unterm Watzmann - konnte ich miterleben, wie betreutes Service-Wohnen funktioniert. Da ist zunächst die herrliche, ruhige Lage des Insula-Areals, Kinder und Jugendliche in der Nähe mit eigenen Einrichtungen, Kirche und Seniorenzentrum. Jeder Bewohner, jede Bewohnerin hat sich das Ein- oder Zweizimmerappartement gemütlich mit den eigenen Möbeln eingerichtet. Auch das eigene Auto hat einen Stellplatz bekommen. Man kann für sich leben, so wie bisher. Die Gemeinschaftsangebote einer großen Senioreneinrichtung stehen einem offen, sozusagen "vor der Tür".
Und doch ist die "Sicherheit" da, wenn jemand schnell Hilfe braucht. Ein Knopfdruck genügt. So konnten manche meiner Gemeindeglieder einerseits ihre gewohnte Selbständigkeit behalten, andererseits waren sie von der quälenden Sorge befreit, "schon ins Heim" zu müssen.
Überrascht war ich, dass in kürzester Zeit alle Wohnungen bezogen waren und es sich herausstellte: wir bräuchten eigentlich viel mehr solche Angebote.
Haben Sie auch solche Erfahrungen gemacht? Für Infos zur Insula www.insula.de (eingestellt am: 13.05.2009)
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