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Thema: Wie sieht ein altersgerechtes Zuhause aus?

Es ist nie zu früh...


U.N.
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Manche schieben die Entscheidung, wo und wie sie im Alter leben wollen, bis zum letzten Moment hinaus. Und wundern sich dann, dass es ihnen schwer fällt, sich in der neuen Umgebung einzugewöhnen. Deshalb sollte man sich rechtzeitig Gedanken machen und vor allem eine sorgfältige Auswahl treffen.


Als ich mit 66 Jahren ins Augustinum ging – um genau zu sein, ins Augustinum Hamburg, denn es gibt ja mehr als 20 augustinische Häuser – haben mich meine Freunde und Verwandten für verrückt erklärt. Mein bester Freund, der in Stuttgart wohnt, und dem ich die Neuigkeit am Telefon verkündete, meinte: „Mein Gott, du bist doch noch sooo jung. Und dann ins Altersheim? Warum, um Himmels willen?“
Ihm, und allen anderen, die mich fragten, gab ich zur Antwort: „Erstens ist das Augustinum nicht irgendein „Altersheim“. Zweitens bin ich seit mehr als 30 Jahren Diabetiker und habe auch schon seit längerer Zeit ein klappriges Herz. Und drittens werde ich im Augustinum im Falle eines Falles in meinem Appartement gepflegt und nicht auf irgendeiner Pflegestation.“
Natürlich hatte ich mir das alles gut überlegt. Auch die Alternativen: Zuhause abwarten, bis mal was passiert? Oder „Betreutes Wohnen“? Das ist kein „Heim“ und außerdem preiswert, aber sonst? Das Augustinum bot mir 3 Tage Probewohnen an, und danach war für mich die Sache klar. Dabei hatte ich mich durchaus auf eine längere Wartezeit eingestellt. Doch dann war plötzlich genau das Appartement frei, das ich mir wünschte. Glück muss der Mensch haben.
Glück hatte ich auch ungefähr 4 Jahre später. Kurz vor Mitternacht: Herzinfarkt. Ich gab das Notsignal, und innerhalb weniger Minuten war die Pflege zur Stelle. Der Notarzt kam ebenfalls sehr schnell vom nächsten Krankenhaus. Auch das dauerte nicht lange. Um zwei Bypässe „reicher“ kehrte ich nach der üblichen Reha wieder zurück. Nach „Hause“! Ich habe hinterher überlegt, ob das alles zum Beispiel beim Betreuten Wohnen auch so glatt gegangen wäre.
Im Augustinum habe ich alles, was ich brauche: Lauter gebildete Menschen um mich, ein umfangreiches Kulturprogramm, an dem ich teilhaben kann oder auch nicht, überhaupt die Freiheit zu tun und zu lassen, was ich will. Seit fast zwei Jahren schreibe ich über das Leben im Augustinum – aber auch über andere Fragen des Alterns – im Internet. Falls es Sie interessiert: www.neumann-blog.de oder auch bei Google unter „Neumanns Welt“.

Uwe Neumann



(eingestellt am: 27.01.2009)

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