Thema: Wie sieht ein altersgerechtes Zuhause aus?
Seniorenresidenz, eine Wohnform, die wir für uns als die richtige ansehen. Wie wir dazu kamen, schildert der folgende Bericht.
Mit dem Übergang von der Berufstätigkeit in die nachberufliche Zeit des Ruhestands war bei uns – meiner Frau und mir – ein Wohnungswechsel verbunden. Neben dem Einleben am neuen Wohnort kam die Aufgabe als Betreuer hinzu. Die hochbetagte Schwester meiner Mutter benötigte unsere Hilfe. Aus der beruflichen Tätigkeit war einiges Wissen vorhanden. Trotzdem war es eine Herausforderung und machte Mühe. Dabei war die emotionale Bindung zu der Tante bei manchen Entscheidungen eher erschwerend.
Das zeigte sich besonders bei der Anmeldung im Pflegeheim und den sich daraus ergebenden Konsequenzen. Die regelmäßigen Besuche im Heim vermittelten uns einen umfassenden Einblick in das dortige Leben.
Diese Erfahrung führte bei uns zu der Frage, wie stellen wir uns diesen Lebensabschnitt vor, wenn die eigenen Kräfte nicht mehr ausreichen.
Das bezog sich auf die Frage der Betreuung, wie auch auf die eigene Wohnung.
Ist diese auch noch geeignet, wenn Behinderungen auftreten? Kommen wir die Treppen hoch? Ist die Wohnung stufenlos? Sind die Türen breit genug, um mit einem Rollstuhl durchzukommen? Einiges ließe sich mit Unterstützung eines Architekten oder Wohnraumberaters klären.
Beruhigend ist auch, daß heute viele ambulante Hilfen angeboten werden. Ab 2009 werden zudem Pflegestützpunkte eingerichtet.
Und erst vor wenigen Jahren wurde am Ort ein neues Pflegeheim gebaut.
Wir haben uns trotzdem für eine andere Möglichkeit entschieden,
wenn uns noch einige Jahre geschenkt sind, nämlich für das Wohnstift Augustinum. Das dortige Betreungs- und Versorgungsangebot entspricht unseren Vorstellungen und umfasst alles, was zum täglichen Leben gebraucht wird.
Nach mehrmaligen Besuchen bei Bewohnern im Augustinum Stuttgart, entsprechenden Verhandlungen und mehrtägigem Probewohnen haben wir einen Vorvertrag abgeschlossen.
Den neuerlichen Umzug haben wir noch vor uns.
Wir hoffen, auch dieser Übergang in einen neuen Lebensabschnitt gelingt uns wie der vom Beruf in den Ruhestand.
Heinz Fischer, Januar 2009
(eingestellt am: 06.01.2009)
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1 Kommentar zum Beitrag
Ist nicht der Birkenhof (in Hannover) viel besser? Es lohnt sich also für einen Schwaben nach Hannover zu ziehen?