Thema: Glaube und Handeln
Regen oder Sonne, gut, dass es sie beide gibt. Und noch so vieles mehr, für das wir dankbar sein können.
Schön kühl hier drin, seufzte der Urlauber dabkbar. Nach der Hitze in den Straßen wirkte der hohe stille Kirchenraum wie eine wohltuende Erfrischung. Lieber Gott, murmelte der Urlauber, nun sind wir schon wieder unzufrieden mit dem Sommer, den du uns bescherst.
Er setzte sich in eine der harten Bänke, um auch seinen Füßen eine Pause zu gönnen. Wie gut, dass wir wenigstens das noch nicht können: uns das Wetter selber machen, überlegte er. Obwohl einige Experten ja sagen, es sei nicht auszuschließen, dass manche Klimaschwankungen auf unser Konto gehen. Aber an Ozonloch und Treibhauseffekt mochte er nicht denken, nicht jetzt jedenfalls.
Ein paar Tage im Jahr durfte man wohl auch von solchen Gedanken Urlaub machen. Lieber wollte er den Einfall von vorhin weiterverfolgen, wir leicht die Menschen bereit waren, sich zu beschweren: dass es regnet, dass es so heiß ist, dass der Urlaub so schnell vorbei ist.
Das kannte er alles bestens von sich selbst. Aber jetzt, im Urlaub, wollte er es einmal anders machen: Danke, lieber Gott, für den Sonnenschein und danke für die Kühle abends und in deinem Hause, danke für die freien Tage, danke für die Berge, die du hier hingestellt hast und in denen ich wandern will. Jeden Tag werde ich genießen und mich herzlich dafür bei dir bedanken.
(eingestellt am: 22.07.2011)
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