Thema: Glauben im Alter
Die jetzt geplante Strukturreform ist im Distrikt Camburg nicht mehr zu bewältigen. Sie wird weder den Gemeinden noch den Pfarrerinnen und Pfarrern gerecht. Die betroffenen Gemeinden, Pfarrerinnen und Pfarrer wehren sich gegen diese Entwicklung und gehen deshalb an die Öffentlichkeit.
Fakt ist, dass die Gemeindegliederzahlen in unseren Gemeinden abnehmen. Das hat seinen Grund nicht darin, dass unsere Gemeindeglieder aus der Kirche austreten - im Gegenteil, es treten immer wieder welche ein. Es liegt einfach an der Tatsache, dass unsere jungen Leute in den 'Westen', in die alten Bundesländer, wegziehen, weil sie dort bessere Chancen vorfinden.
Um diese Probleme zu meistern, werden immer mehr Pfarrer/innen abgezogen und die verbliebenen Pfarrer müssen die frei gewordenen Gemeinden unter sich aufteilen. So muss ein Seelsorger bis zu 20 Dörfer und 16 Kirchen betreuen, die in den letzten Jahren mühevoll instand gesetzt und schön hergerichtet worden sind. Das geht über die Kräfte der Pfarrer weit hinaus und die Gemeinden wehren sich dagegen, dass sie von der Landeskirche alleingelassen werden. So müssen die verbliebenen Seelsorger/innen bis zu 40 km zu einem Gottesdienst fahren. Die Gemeinden werden ihren Seelsorger höchstens einmal alle zwei Monate sehen. Besonders ärgerlich ist es, dass zusammen mit den Sparmaßnahmen ein neues Landeskirchenamt eingeweiht wurde, obwohl sich billigere Lösungen angeboten hatten. Außerdem werden auf Landeskirchenebene ständig neue Pfarrstellen geschaffen. Für uns klingt das wie Hohn. Doch die Kirche lebt nicht von dem Landeskirchenamt sondern von ihren Gemeinden. Deshalb müssen andere Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. Hier sind wir auf konstruktive Mitarbeit der Landeskirche angewiesen. (eingestellt am: 01.07.2011)
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