Thema: Aktuelles
Die Sozialwahlen gehen uns alle an. Es geht um den Fortbestand der Solidargemeinschaft.
Am 01. Juni 2011 finden die Sozialwahlen als Briefwahl statt. Gewählt werden die Vertreter in der Selbstverwaltung der Versicherungsträger. Vertreten sind u.a. die Deutsche Rentenversicherung Bund und die großen Ersatzkassen der Sozialversicherung. Alle gewählten Mitglieder arbeiten ehrenamtlich in der Vertreterversammlung.
Mir wurde kürzlich das Wahlprogramm der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmer-Organisationen (ACA) zugestellt. Ein interessantes Programm, das zum Nachdenken anregt.
In ihrem Wahlprogramm setzt sich die ACA für mehr soziale Gerechtigkeit und nachhaltig wirkende Reformen in der Sozialversicherung ein. Interessant sind u.a. die Thesen im Wahlprogramm zur künftigen Gestaltung der Finanzierung der Kranken- und Rentenversicherung. So auch die Forderung, alle Einkünfte zur Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme heranzuziehen. Eine Forderung, die bereits oft zur Diskussion stand und stets mit dem Hinweis auf den angeblich zu hohen Verwaltungsaufwand zur Seite geschoben wurde. Dabei ist überhaupt nicht einzusehen, warum bestimmte Beschäftigungsgruppen aus der Solidargemeinschaft herausgehalten werden.
Der Aufforderung der ACA an alle Menschen, durch Solidarität die Gesellschaft menschlich, sozial und gerecht zu gestalten, kann man nur zustimmen, auch wenn der Einzelne nicht christlich gebunden ist.
Die ACA verweist zu Recht auch darauf hin, dass der Erhalt der Solidargemeinschaft nicht zuerst eine Frage der wirtschaftlichen Situation, sondern eine Frage des politischen Willens ist.
Angesichts der zuletzt ausgetragenen Streitigkeiten zwischen den Parteien über die vorgesehene Hartz-IV-Reform stellt sich die Frage, ob tatsächlich der Mensch immer im Vordergrund steht oder eher das parteipolitische Kalkül.
Noch eine Bemerkung am Schluss.
Bei der letzten Sozialwahl 2005 haben lediglich 30% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Zu wenig, um sich für eine soziale Gerechtigkeit stark zu machen.
Denken Sie bitte daran, wenn Ihnen der Wahlbrief zugestellt wird.
Wählen Sie, damit Sie ihr Recht auf Mitbestimmung geltend machen. (eingestellt am: 10.02.2011)
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1 Kommentar zum Beitrag
Hallo Klaus,
ich finde deinen Beitrag sehr nachdenkenswert. Danke für deinen "Anstoß".